≡ Menü

TimberPlan+

Das Büro für Holzbau und Bauphysik ist Projektpartner des seit Mai 2020 laufenden Verbund-Forschungsvorhabens „TimberPlan+“. Dabei bringt es auf mehreren Ebenen seine Expertise im Bereich des Feuchteschutzes von Holz ein.

Projektbeschreibung
Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Erhöhung des Einsatzes von Holz beim Bau landwirtschaftlich und ähnlich genutzter Hallen. „TimberPlan+“ fokussiert dabei auf die Entwicklung einer digital basierten, parametrisierten Planungsmethodik. Diese soll alle erforderlichen Fachplanungen integrieren und informationsverlustfrei verknüpfen, sodass im Ergebnis eine wirtschaftlich hoch effiziente, voll- oder teilautomatisierte, NC-gesteuerte Fertigung sowie eine Vormontage durch regional agierende kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) möglich wird.
Als Basis dient die Systemdachkonstruktion nach Zollinger, die an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig in dem Projekt „ReFlexRoof“ bereits konstruktiv und fertigungstechnisch weiterentwickelt worden ist.

Bauphysikalische Fragestellungen und Methoden
Für die Disziplinen Tragwerksplanung, Bauphysik und Holzschutz sind die zu erwartenden bauklimatischen Verhältnisse von besonderem Interesse. Da landwirtschaftliche Bauten verschiedenste Nutzungen - von der ungedämmten Lagerhalle bis hin zum klimatisierten Maststall - umfassen, ist die Vielfalt der Beanspruchungen groß.
Vom Büro für Holzbau und Bauphysik werden daher die klimatischen Bedingungen in landwirtschaftlichen Gebäuden über dort eigens installierte Messtechnik systematisch erfasst. Neben der Temperatur und der relativen Luftfeuchte inner- und außerhalb der Hallen werden auch die Holzfeuchte an mehreren Gebäuden unterschiedlicher Nutzung über einen Zeitraum von etwa einem Jahr gemessen.

 

Langzeitmessung von Temperatur, Luftfeuchte und Holzfeuchte in einem Öko-Stall für Mastschweine (li.) und in einer Reithalle (re.)

Aus den generierten Messwerten ergeben sich entsprechende Korrelationen zwischen den unterschiedlichen erfassten Parametern. Diese dienen dem Büro dazu, Simulationsrechnungen vornehmen, mit deren Hilfe sich an anderen Standorten einstellende Holzfeuchten - bei vergleichbarer Gebäudekonstruktion und -nutzung - voraussagen lassen.

Ergänzend zu der Messung bauklimatischer Bedingungen und deren Weiterverarbeitung bringt das Büro für Holzbau und Bauphysik auch bei der Entwicklung der an den Gebäuden anzutreffenden konstruktiven Leitdetails seine langjährige Erfahrung ein.

Laufzeit
Mai 2020 - April 2023

Projektpartner
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig (Projektleitung)
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden
Technische Universität Braunschweig
Fraunhofer IMW
holz[bau]physik
STEIN.Ing
BAU I WERK
STRAB Ingenieurholzbau Hermsdorf GmbH
Abbundzentrum Leipzig GmbH

Das Projekt wird über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.